<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?><oembed><version><![CDATA[1.0]]></version><provider_name><![CDATA[CO-OP NEWS]]></provider_name><provider_url><![CDATA[https://cooptv.wordpress.com]]></provider_url><author_name><![CDATA[Coop Anti-War Cafe Berlin]]></author_name><author_url><![CDATA[https://cooptv.wordpress.com/author/zeitgeistmusic/]]></author_url><title><![CDATA[Atomenergie Interview mit dem Insider Holger Strohm in der (unzensierten) portugiesischen&nbsp;Presse]]></title><type><![CDATA[link]]></type><html><![CDATA[<div>
<h2 id="post-4239">Abgedruckt in Costa a Costa am 15. Oktober 2005</h2>
<div>
<p>Holger Strohm  gilt als gefürchteter und erfolgreicher Atomgegner  Deutschlands. Er lehrte die Atomindustrie das Fürchten und avancierte  auf diese Art schnell zum Staatsfeind. Vor dem Innenausschuss des  Deutschen Bundestages sagte er als Experte zur Reaktorökonomie und zur  Reaktorsicherheit aus. Er beriet den Vorsitzenden des einflussreichen  amerikanischen Senatsausschusses („US-Senate Committee on Government  Operations“) über Atombombenexport und Nuklearterrorismus. Von seinen  Dutzend Büchern über die Gefahren der Atomenergie sticht sein Buch  „Friedlich in die Katastrophe“ heraus. Als es 1973 mit rund 500 Seiten  zum ersten Mal erschien, wurde es vom „Stern“ als „Bibel der Atomgegner“  bezeichnet. Sowohl der schwedische Ministerpräsident Olof Palme, als  auch der dänische Ministerpräsident Anker Joergensen beriefen sich in  ihrer ablehnenden Haltung zur Atomenergie ausdrücklich auf „Friedlich in  die Katastrophe“. Palme hielt bei mehreren Debatten im schwedischen  Parlament (schwedisch: „Riksdagen“) wiederholt das Buch in die Höhe und  verwies auf die ungelösten Probleme der Reaktorsicherheit und des  Atommülls.</p>
<p>1981 erschien das völlig neu überarbeitete „Friedlich in die  Katastrophe“ im Großformat mit 1300 Seiten und rund 4000  Literaturangaben. Von beiden Ausgaben zusammen wurden 300 000 Bücher  verkauft. 4000 Exemplare gingen per Einschreiben an alle Abgeordneten  und an die Verantwortlichen in Regierungen, Bundesämtern, Kirchen,  Gewerkschaften, Wissenschaft, Kultur, Medien und Verbände in der  Bundesrepublik, der DDR, der Schweiz  und in andere Länder, damit die  verantwortlichen Personen nie wieder sagen könnten, sie hätten mal  wieder von Alledem nichts gewusst.</p>
<p>CaC: Ex-Finanzminister Eduardo Catroga stellte in O Diabo fest: Der  Rückgriff auf die Atomenergie ist unausweichlich (&gt;&gt;O recurso ao  nuclear è inevitafel&lt;&lt; 17.8.2005, pg.12). Stimmt das?</p>
<p>HOLGER STROHM: 1978 hielt ich in Luzern (Schweiz) einen Vortrag mit  dem Titel „Kernenergie – sicher? &#8211; sauber? – unerschöpflich? –  wirtschaftlich?“. Bürgerinitiativen verkauften in der Schweiz und in  Deutschland über eine Million Exemplare des Vortrages (ca. 32 Seiten mit  allen Abbildungen) für damals 50 Esc. Schon 1978 stand fest, dass die  Atomenergie weder sicher, noch sauber, noch unerschöpflich und schon gar  nicht wirtschaftlich ist.</p>
<p>CaC: Eduardo Catroga argumentiert, wenn die Ölpreise weiter ansteigen werden, kämen wir um die Nuklearenergie nicht herum.</p>
<p>HOLGER STROHM: Wenn der Anteil des Öls durch Uran ersetzt würde, so  wären die Uranvorräte noch schneller verbraucht als die des Öls.  Ursprünglich hatte man vor, mit dem „Schnellen Brüter“, der sich sein  Uran selbst erbrütet und den Brennstoff immer wieder vervielfacht, vom  Öl unabhängig zu werden. Doch der „Schnelle Brüter“ war ein kompletter  Reinfall. Der Super-Phönix in Frankreich erbrütete keinen zusätzlichen  Brennstoff, sondern verschlang zehn Milliarden Euro. Der Schnelle Brüter  in Kalkar (Deutschland) durfte nicht in Betrieb gehen, da man eine  nukleare Explosion befürchtete und die Sicherheitsprobleme unlösbar  erschienen.</p>
<p>CaC: Aber Atomstrom, so z.B. aus Frankreich, ist billig. Ist das kein Argument?</p>
<p>HOLGER STROHM: Atomstrom ist die teuerste Energie überhaupt. Sie wird  billig gemacht, weil die Bevölkerung die Rechnung bezahlt und das  Risiko trägt. In Deutschland wurde die Atomenergie mit mindestens 100  Milliarden Euro aus Steuergeldern subventioniert. Im Falle eines großen  Unfalls treten Schäden von Dutzenden Billionen Euro auf, ganze  Landstriche und Länder werden für immer unbewohnbar. Um diese Risiken zu  versichern, würden private Versicherungs-Gesellschaften Prämien  verlangen, die die KWh auf über zwei Euro Kosten treiben würde, stellte  das renommierte Schweizerische  „Prognos-Institut“ in Basel in einer von  der  deutschen Bundesregierung finanzierten umfangreichen Studie fest.  Hinzu kommen astronomisch hohe Kosten von Billionen und Billionen Euros  für die „sichere“ Entsorgung des hochradioaktiven Mülls, der für 20  Millionen Jahre strahlt und absolut sicher aus der Umwelt ferngehalten  werden muss. Das „Wall Street Journal“ empfiehlt nicht umsonst „Hände  weg vom Atom!“. Und die „Financial Times“ dokumentierte, die  Nukleartechnologie sei der „kostspieligste Fehler der britischen  Industriegeschichte“ gewesen.</p>
<p>CaC: Aber die Atomindustrie rettet das Klima, also hat sie nicht nur Nachteile.</p>
<p>HOLGER STROHM: So argumentiert die Atomindustrie, da ein  Atomkraftwerk (AKW) kein Kohlendioxid ausstößt. Aber um ein  Kernkraftwerk zu bauen, benötigt man viel Energie zur Errichtung der  Infrastruktur, der Gebäude und der Anlagenausrüstung. Diese Energie  kommt oft aus Kohlekraftwerken, die dabei viel Kohlendioxid ausstoßen.  Außerdem werden beim Abbau des Uranerzes und insbesondere bei der  Anreicherung des Urans enorme Mengen Energie benötigt. Der hierbei  anfallende Kohlendioxidausstoß ist in etwa mit dem Betrieb eines  modernen Blockheizkraftwerks vergleichbar, dass die Wärmeenergie zur  Heizung nutzt und mit dem heißen Dampf zwei hintereinander geschaltet  Turbinen zur Stromerzeugung betreibt. Hinzu kommt ein weiterer Nachteil.  In Atomkraftwerken wird das radioaktive Krypton-85 erzeugt, dass sich  nicht zurückhalten lässt und somit zwangsläufig frei wird. Krypton ist  Dutzende Male schädlicher für das Klima als Kohlendioxid. Und jegliche  Energie, die zum Einsatz kommt, wandelt sich in Wärme um, und heizt die  Atmosphäre zusätzlich auf.</p>
<p>CaC: Aber Atomkraftwerke sind doch zumindest im Normalbetrieb sauber.</p>
<p>HOLGER STROHM:  Atomkraftwerke benötigen sehr viel Kühlwasser, das  sie erhitzen und radioaktiv kontaminieren. In jedem Atomkraftwerk werden  rund 1200 radioaktive Substanzen erzeugt, von denen sich einige nicht  zurückhalten lassen. Deshalb dürfen selbst sogenannte „moderne nukleare  Kraftwerke“ im Normalbetrieb Billiarden von Becquerel Strahlung an die  Umwelt abgeben. Diese Strahlung verursacht Krankheit, Krebs, Genschäden  und Tod und führt dazu, dass die Krebsraten in den Gebieten um  Atomkraftwerke hochschnellen.</p>
<p>CaC: Ist das beweisbar?</p>
<p>HOLGER STROHM: Um das AKW Krümmel (Geesthacht), 14 km von Hamburg  entfernt, herrscht die höchste Leukämierate bei Kleinkindern weltweit.  Die Wissenschaftler, die das AKW dafür verantwortlich machten, wurden  kaltgestellt. Die Leukämie-Kommission, die von der Regierung eingesetzt  wurde, um die Ursachen zu ermitteln, trat unter Protest zurück, da sie  von der Rot/Grünen-Landesregierung nur behindert wurde. Der Präsident  der Leukämie-Kommission, Prof. Dr. Otmar Wassermann, äußerte den  Verdacht, dass im angeschlossenen Forschungszentrum Geesthacht,  verbotene Experimente mit Kleinstatombomben durchgeführt worden sind,  die zu einem verheerenden Unfall führten. Jedes Atomkraftwerk eignet  sich hervorragend, um Materialien für Atombomben abzuzweigen und dient  somit der Weiterverbreitung von Atomwaffen. Bereits heute stehen ca. 50  Nationen im Verdacht über Atombomben zu verfügen. Dank der Politik von  Präsident George W. Bush sehen viele Länder nur noch eine Möglichkeit  sich von amerikanischen Aggressionen zu schützen – durch  Langstreckenraketen und nukleare Sprengkörper. Automatisch steigt das  Risiko eines nuklearen Schlagabtausches mit jedem zusätzlichen AKW.</p>
<p>CaC: Worin sehen Sie die Hauptgefahr?</p>
<p>HOLGER STROHM: Neben den ungelösten Fragen des Nuklearterrorismus,  des Atommülls – für den es noch immer kein sicheres Endlager gibt, ist  die künstlich erzeugte Radioaktivität eine große Gefahr für die  Menschheit. In einem AKW wird jährlich pro Mega-Watt-Leistung eine  vergleichbare radioaktive Strahlung von einer detonierten  Hiroshima-Bombe erzeugt. Demnach produziert ein 1300 MW-Reaktor in sechs  Jahren die Radioaktivität von 7800 detonierten Hiroshima-Bomben. Um  diese hochgefährliche Radioaktivität zurückzuhalten, darf es keine  menschlichen oder technischen Fehler geben. Die Atomkraftwerke müssen  vor Sabotage und Terrorismus geschützt werden. Doch das ist unmöglich.  Denn bereits mit einer Panzerfaust lässt sich jedes Atomkraftwerk  weltweit bis zum Super-GAU (Größter Anzunehmender Unfall) zerstören.  Erschwerend kommt hinzu, dass in den USA rund 250 schwerwiegende  Sicherheitsmängel verschwiegen und manipuliert wurden, um sich  Betriebsgenehmigungen zu erschleichen. Doch auf diese verfälschten  Reaktorsicherheitsunterlagen, sowie auf die amerikanische  Sicherheitsphilosophie stützen sich die westliche Welt und ihre  Genehmigungsbehörden.</p>
<p>CaC: Aber zumindest sind unsere Atomkraftwerke doch sicherer als die der Russen.</p>
<p>HOLGER STROHM: Selbst das ist nicht sicher, denn jedes Land, das  Atomkraftwerke baut, behauptet, ihre seien die sichersten der Welt.  Gerade Tschernobyl galt als modernes und besonders sicheres AKW. So  sagte Richard Webb, der das erste AKW der USA mit entwarf und  Atomanlagen in der ganzen Welt überprüft: „Jedes Reaktordruckgefäß kann  bersten… Ich habe berechnet, dass beim Bersten des Druckbehälters sein  100 Tonnen schwerer Deckel 500 Meter hoch geschleudert werden kann und  dabei das Reaktordruckgebäude vollständig zerstört wird. Ich habe auch  viele Gutachten über Reaktoren in der Bundesrepublik erstellt… In vieler  Hinsicht sind die Reaktoren der BRD unsicherer als die vom  Tschernobyl-Typ.“</p>
<p>CaC: Was waren denn die Ursachen des Tschernobyl-Unfalls und was hatte das für Folgen?</p>
<p>HOLGER STROHM: Heute glaubt man, dass die Ursache ein Erdbeben war,  durch dass die Kühlstränge abrissen, so dass sich das Urangemisch  aufheizte, explodierte, kilometerhoch aufstieg und sich durch starke  Winde um den ganzen Globus verteilte. Die Folgen nur in Weißrussland,  der Ukraine und Russland waren verheerend. Bisher sollen rund eine halbe  bis eine Millionen Menschen gestorben sein, ca. zehn Millionen Menschen  sind krank und es kommen immer mehr Kinder mit genetischen Schäden zur  Welt. Die genauen Zahlen sind geheim und werden nicht veröffentlicht.</p>
<p>CaC: Kürzlich hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) der  UNO eine Studie veröffentlicht, in der es heißt, dass nur wenige Dutzend  Menschen in Tschernobyl gestorben sind. Und zwar nicht an  Radioaktivität, sondern an Hysterie.</p>
<p>HOLGER STROHM: Ich behaupte, dass die UNO, IAEA und andere  Organisationen vollständig von der Atommafia kontrolliert werden, die  sich sogar in Behauptungen versteigen wie Radioaktivität sei gesund, sie  stimuliere das Immunsystem. Demzufolge wäre der Gesundheitszustand der  Bevölkerung in Tschernobyl heute besser als jemals zuvor. Noch  schlimmer: Solch ein Müll wird von so genannten seriösen Medien nur zu  gerne verbreitet.</p>
<p>CaC: Wollen Sie damit unterstellen, dass die  Medien das Volk belügen?</p>
<p>HOLGER STROHM: Sicherlich und das ist nun wirklich nichts Neues. Es  existieren wissenschaftliche Studien, die beweisen, dass in den  europäischen Medien zu 80 Prozent positiv über Atomenergie und  Genmanipulation berichtet wird, obgleich 80 Prozent der Bevölkerung  weder genmanipulierte Nahrungsmittel noch Atomstrom will. Mit dieser  positiven Dauerberieselung soll die Akzeptanz für diese  Todestechnologien erhöht werden.</p>
<p>CaC: Aber der Westen hätte doch solch eine Katastrophe wie in Tschernobyl besser im Griff als der russische Staatsapparat?</p>
<p>HOLGER STROHM: Tschernobyl war ein Militärreaktor, in dem  waffenreines Plutonium erzeugt wurde. Deswegen wurden die Brennelemente  (in denen sich die Urantabletten befinden) wöchentlich ausgetauscht. In  Deutschland befinden sich die Brennelemente bis zu sechs Jahren im  Reaktor. Sie werden mit größerem Abbrand gefahren, dadurch vervielfacht  sich die Intensität der Strahlung. Einige der deutschen Atomkraftwerke  sind erheblich größer als der Tschernobyl-Reaktor. Das alles kann unter  ungünstigen Umständen tausendmal mehr an Radioaktivität bedeuten als  beim russischen Unglücksreaktor. Hinzu kommt: Der Tschernobylreaktor  wurde mit Graphitstäben gesteuert, die in Brand gerieten und die  Strahlung kilometerweit in die Höhe trieben. Die westlichen Reaktoren  werden mit einer unbrennbaren Borlösung gesteuert. So würde in  Deutschland, die freiwerdende Strahlung nicht in große Höhen aufsteigen,  sondern in Bodenhöhe von dem Wind als absolut tödliche Wolke vor sich  hergetrieben. Große Teile Deutschlands und anderer Länder würden  unbewohnbar werden, Millionen Menschen würden sofort sterben und weitere  Millionen dahinsiechen und langsam sterben. Erschwerend kommt hinzu,  dass die Bevölkerungsdichte in Mitteleuropa zehnmal höher ist, als in  der Unglücksregion von Tschernobyl.</p>
<p>CaC: Was kann man denn bei solch einem Unfall tun?</p>
<p>HOLGER STROHM: Leider nichts! Die Verantwortlichen werden per  Hubschrauber evakuiert – das Volk verreckt! Nur eines würde helfen,  sofort das verseuchte Gebiet verlassen. Doch da man bereits verseucht  ist und von Innen und Außen strahlt, muss man nach geheimen Plänen daran  gehindert werden, das Gebiet zu verlassen. Brücken und Straßen werden  gesperrt. Aber ob das Ganze dann überhaupt noch funktioniert, wage ich  zu bezweifeln.</p>
<p>CaC: Wieso meinen Sie das, und was passiert dann mit den Leuten?</p>
<p>HOLGER STROHM: CIA-Reports über atomare Unfälle in der Sowjetunion –  lange vor Tschernobyl &#8211; berichteten über die Opfer, von denen sich die  Haut ablöse und in Fetzen von Gesicht und Händen herunterhänge, wie sie  von Geschwüren aufgefressen würden, unter Blutdurchfall und  Bluterbrechen leiden. Eine Beschreibung des „Englisch medizinischen  Forschungsrat“ über Strahlenopfer bei Menschen, die nicht sofort  sterben, zeigt, dass nach einer solchen Strahlenkatastrophe alles  zusammenbricht: „Von der dritten Woche an entstehen kleine, zu Blutungen  neigenden Risswunden auf der Haut und im Mund. Gleichzeitig treten  Geschwüre im Mund und in den Gedärmen auf. Die Nahrungsaufnahme durch  den Mund wird unmöglich, und die Wunden entzünden sich immer mehr. Durch  dauernden Durchfall, begleitet von hohem Fieber, wird der Patient  vollkommen entkräftet. Die Haare fallen in Büscheln aus, und Delirien  können folgen. Die Anzahl der roten Blutkörperchen geht zurück und die  der weißen hat ihren größten Tiefpunkt erreicht. In diesem Stadium  sterben die meisten Patienten unmittelbar oder erholen sich noch  kurzfristig und sterben dann einige Wochen später. Wenn der Tod nicht  einsetzt, folgt etwas Schlimmeres: Weiterleben, verbunden mit laufender  Gewichtsabnahme, Verkrüppelungen, maßlose Schmerzen, Anfälligkeit gegen  Krankheiten und Infektionen, Krebs und Leukämie, Verkürzung der  Lebenserwartung, Beeinträchtigung der Geschlechtsorgane und Keimzellen,  die wenn überhaupt noch zeugungsfähig, nur Missgeburten hervorbringen  können.“ Bei einer starken radioaktiven Verseuchung ist ein schneller  Tod das gnädigste Schicksal, stellten amerikanischen Spezialisten in  Tschernobyl fest. Sie kommentierten: „Wir waren hilflos und konnten  nicht helfen. Unser einziger Trost für die Schwerkranken ist, ihr Tod  kam immer als Erlösung!“</p>
<p>CaC: Was gibt es denn für Alternativen?</p>
<p>HOLGER STROHM: Neben den Alternativtechniken wie Wind, Wasser, Sonne  und Biomasse müssen wir lernen, sparsamer mit Energien umzugehen und  neue Technologien zu nutzen, die den Energiebedarf auf einen Bruchteil  senken. Aber die Energiemonopole sind skrupellos und behindern alles,  was ihre Profite gefährdet. Hinzu kommt: Weder die Menschheit, noch ihre  Bedürfnisse dürfen weiter wachsen, sonst gerät diese Welt aus den  Fugen. Und da die Armen und Verhungernden sich nicht einschränken  können, müssen es die Reichen tun. 800 Personen  dieser Erde besitzen  die Hälfte aller Reichtümer und deswegen besitzen Milliarden Menschen  nichts. Das Vermögen der zwei reichsten Milliardäre würde ausreichen,  damit kein Mensch mehr auf diesem Globus hungern muss und um eine  einfache medizinische Versorgung zu garantieren. In unserer Gesellschaft  ist etwas nicht in Ordnung, wenn täglich 30 000 Menschen verhungern,  während die reichen Länder dieser Welt die restlichen Energien und  Reichtümer in einem Feuerwerk verpulvern.</p>
</div>
</div>
]]></html></oembed>